Peinlich oder mutig? Die Tour über die historischen und zeitgenössischen „Schwarzen Schafe“. Davon gibt es viele in Frankfurt. Aber eines haben sie gemeinsam: sie sind anders als die anderen. Regelbrecher. Außenseiter! Sündenböcke? Sie werden für Ihre Abweichungen gescholten. Oder für die Freiheit, die sich nehmen, bewundert.
Die Führung
Mit dem Gründer der Stadt fing alles an: Karl der Große war Hüter der christlichen Moral - mit etlichen Konkubinen und Ehefrauen. Mehr als ein Außenminister, der vor Amtsantritt beim Prügeln mit der Ordnungsmacht fotografiert wurde. Ein anderer Staatsdiener sagt: „Ich würde es wieder tun“, als man ihn eine Frankfurter Gräfin küssend im Pool ablichtet während seine Soldaten an die Front ziehen. Luther fluchte über die Betrügereien in dem „Gold und Silbersack des Reiches“. Eine Bank gewinnt mit Waterloo, eine Ethikbank wird ruiniert und eine verkündet das Unwort des Jahres. Während andere über Luftballons säuseln brüllt man hier: „Wir liegen auf dem Rasen und Du willst nochmal blasen“. Im Theater wird entweder aus Protest die Bühne gestürmt oder das Publikum beschimpft und ein Chefredakteur versaut Wetten dass...? Frankfurt, so scheint es, ist die Hure Babylon. „Ja ich habe einen Fehler gemacht“, gesteht ein Starmoderator als man ihn in flagranti erwischt. Bei der Eintracht hat ein Trainer gekokst und ein Vorstandsmitglied die berühmteste Schwalbe der Fußballgeschichte hingelegt. Studentinnen bescheren Adorno mit einem Busenblitzer einen Herzinfarkt; andere beobachten ihn mit der Nitribitt. Ein Museumsdirektor veranstaltet Sex Orgien. Ein anderer Mann darf legal nackt rumlaufen. Berühmte Blondinen schreiben männerfeindliche Bücher oder brechen alle Schönheits-OP-Rekorde. Willkommen zu den illustren Fehltritten Frankfurts.
Infos
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Treffpunkt: 15 Minuten vor Führungsbeginn an der traffiQ-Verkehrsinsel, Zeil 129/Hauptwache, Frankfurt
Die Teilnahmegebühr beinhaltet: Führung